Und das sage ich, die seit 12 Jahren in Berlin lebt und im Pott aufgewachsen ist. Ich bin ja in erster Linie in der Hundebubble unterwegs und sehe: was uns eigentlich verbinden sollte, entfacht Glaubenskriege.
Anstatt sachlich miteinander zu diskutieren, Ansichten respektvoll zu erklären, wird ohne Rücksicht auf andere eingeschlagen. Fakten? Wer braucht das, ich bin im Recht und moralisch sowieso besser.
Es wird völlig realitätsfremd mit Begriffen um sich geworfen, die man selber irgendwo gehört hat und selber nicht versteht.
Nicht zuletzt wird geblockt und gelöscht, was das Zeug hält, wenn einem die unangenehme Realität nicht schmeckt – alles unter dem vermeintlichen Mantel des eigenen Seelenfriedens.
Es gibt auch positive Seiten
Ich persönlich lerne langsam, mich nicht in jedes Battle einzumischen. Dennoch werde ich es nicht vollständig sein lassen, an geeigneter Stelle sachlich und ruhig meinen Senf dazuzugeben, denn wer ungerecht austeilt, der darf auch einstecken.
Social Media soll nicht nur das Land der Schönen und Perfekten sein. Es bietet viele tolle Möglichkeiten, sich mit Menschen auszutauschen, neue tolle Leute kennenzulernen. Ich persönlich möchte es nicht mehr missen, weil für mich die positiven Seiten überwiegen, auch wenn ich an anderen Tagen nur den Kopf schütteln kann.

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