Jeder erlebt sie mal, aber bei unseren Hunden scheint es Trend zu sein, so etwas erst gar nicht aufkommen zu lassen. Hunde sollen keinen Frust erleben, keine Konflikte austragen – egal, ob mit dem Menschen oder mit anderen Hunden.
Warum? Das Leben ist nicht immer Zuckerwatte. Ist es nicht besser, ein Hund lernt, mit z.B. Frust umzugehen anstatt irgendwann komplett auszuticken, weil er immer bekommen hat, was er wollte? Ist es nicht besser, ein Hund lernt, sich innerhalb einer Gruppe sozial angemessen zu verhalten? Wie soll mein Hund lernen, dass ich immer an seiner Seite stehe und ihm Schutz biete, wenn wir immer reizarm und zuckerwattig unterwegs sind?
All das geht doch nur, wenn ich die Realität nehme, wie sie ist. Manchmal frustrierend und voller Deppen, die uns den Spaß vermiesen und aufdringlich werden. Wie schön ist es dann, aus solchen Situationen gemeinsam gestärkt rauszugehen?
Konflikte sind zum Lösen da
Und nimmt man mal den Menschen außen vor: Unsere Hunde sind nicht dumm, sie können ganz fabelhaft kommunizieren und auch Konflikte untereinander lösen. Nur, wenn sie das nie dürfen, lernen sie es nicht. Dann haben wir immer mehr, die nie gelernt haben, sich angemessen zu verhalten, unsicher sind und dann oftmals immer ein bisschen zu drüber.

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