Einst vertrauensvoller Jagdpartner, Herdenschützer oder Bewacher, sind Hunde heutzutage Wergwerfware geworden.
In Spanien werden Gebrauchshunde unter dem Deckmantel der Jagdtradition ausgenutzt und dann im besten Fall abgegeben, im schlechtesten Fall getötet. In osteuropäischen Ländern herrscht oftmals noch ein anderes Bild vom Hund, was sie im Endeffekt ebenfalls auf die Straßen oder Tierheime oder gar Tötungsstationen bringt, wenn sie nicht mehr gewollt sind. Vermehrer, Handel, Geld für Abgaben.
Doch wir müssen gar nicht mal über die Landesgrenzen gucken, in Deutschland geht genauso viel schief. Hier sind unsere Hunde unsere „Therapeuten“, „Kinderersatz“, werden ihren Bedürfnissen gerecht mit Wattebäuschen erzogen. Sie sollen dankbar sein, immerhin haben wir sie ja gerettet oder aber bieten ihnen 500 verschiedene Leinen und Halsbänder und das beste Futter.
Wehe, sie verhalten sich wie Hunde
Aber wehe, der Hund geht jagen, schnappt plötzlich oder muss operiert werden – dann ist uns das alles zu viel. Blöd nur, wenn dann kein Platz mehr im Tierheim ist, weil man selber nicht der einzige Egoist in Sachen Hundehaltung ist.
Manchmal nimmt mich das alles mehr mit als an anderen Tagen. Ich weiß für mich, dass ich daran irgendwie in welcher Form auch immer ändern möchte, helfen möchte. Jetzt bereits als Pflegestelle, in einem Jahr als Trainerin, in der Hoffnung, verzweifelten Menschen etwas Hoffnung zu geben und mit etwas mehr Platz privat auch mehr Hunde in Pflege zu nehmen, zu resozialisieren wenn nötig.

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