Aber was alle Hundehalter:innen wissen sollten ist, dass das Verhalten unserer Hunde immer auch eine genetische Komponente beinhaltet.
So muss man Vorstehhunden nicht als Welpe beibringen vorzustehen, sie bieten es bereits von alleine an. Und auch Whippetwelpen geben bereits von sich aus Fersengeld und rennen übermütig über Wiesen, wenn man sie lässt.
Das Potenzial, das darin steckt, sollte nicht unterschätzt werden. Um beim Whippet zu bleiben: Viele holen sich einen Whippet, weil sie so elegant und in der Regel freundliche sozial verträgliche Hunde sind. In all ihrer Niedlichkeit werden sie in hippe Kleidung gesteckt, auch wenn es nicht kalt ist, und gerne unterschätzt.
Jahrhundertelange Selektion geht nicht einfach weg
So nett und ruhig sie Zuhause sind, so unerbittliche Hetzjäger sind sie draußen, die ihre Beute bis zu deren Tod jagen, wenn sie die Chance erhalten. Natürlich gibt es immer Exemplare, die nicht ganz so wild auf Wild sind und viel leichter abrufbar sind. Aber in der Regel gibt es bei Hetzjägern, die auf Sicht losstarten, nur wenige Sekunden, wenn überhaupt, die man für einen Rückruf oder Abbruch zur Verfügung hat. Mit Training lässt sich sehr viel erreichen und auch wir üben jeden Tag. Nichtsdestotrotz kann die Bindung so eng sein, die Beziehung geklärt, und trotzdem startet der Whippet im schlimmsten Fall durch, wenn vor ihm ein Hase aus dem Feld springt.
Und genau dieser Teil ist die genetische Komponente, Jahrhundertelange Selektion auf perfekte Hetzjagd. Wunderschön anzusehen, wenn sie nicht so qualvoll für die Gejagten wäre.

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