Ich hab die letzten Tage in meiner freien Zeit zum ersten Mal die Ruhe gefunden, um mal die letzten Wochen Revue passieren zu lassen. Es ist einfach so viel passiert.
Auch mit mir persönlich. Ich hab selten mit so viel gut gemeinten (aber schlechten) Ratschlägen zu tun gehabt, habe Blicke des Mitleids geerntet und in dem Sinne auch teilweise an mir selber gezweifelt. Und warum? Was‘n passiert?
Nix nämlich. Nix ist passiert. Ich habe lediglich mein Zuhause und Herz für Pflegehunde geöffnet, die ich bei mir nicht nur ankommen lasse, sondern – so gut es die gemeinsame Zeit zulässt – auch trainiere, damit sie nicht ganz als solche Rohdiamanten vermittelt werden, wie sie hier vorab ankamen. Einfach, weil es mir Spaß macht und es bald eh mein täglich Brot sein wird.
„Was machst du denn, wenn der mal beißt“? „Was sagt Rupa dazu?“ „Mensch, das muss ja anstrengend mit dem sein“. „Und dein Freund?“
Dazu mal kurz: 1. Es gibt Maulkörbe, ich liebe sie sehr. 2. Lebensplanung Mehrhundehaltung. 3. Ja Man, es ist verdammt anstrengend, aber jede Sekunde wert und ich muss daran nicht erinnert werden. 4. Mich gibt es nur mit Hund. Das gilt für alle in meinem Leben.
Ohne Hund, ohne mich
Jetzt mal ehrlich. Nur, weil ich einen Whippet führe, heißt es noch lange nicht, dass ich keine Ahnung habe. Wie viel Arbeit war es, meinen Hund soweit zu kriegen, wo sie heute ist? Und wie viele Themen sie dennoch hat, die man eben nicht alltäglich sieht, weil ich eben nicht gerade filme ? Nur, weil ich mit Lippenstift in den Wald gehe, heißt es noch lange nicht, dass ich zu den Leuten gehöre, die mit ihren Windhunden hip im Café sitzen und tagsüber Ball mit denen spielen.
Ich bekomme nicht umsonst die Hunde, die als etwas schwieriger eingeschätzt werden. Jene, die eben nicht ruhig, leinenführig, immer nett sind und Grenzen akzeptieren. Jene, die wissen, wofür sie Zähne haben.
Keine Ausbildung der Welt hat mich bisher so viel gelehrt, wie das Zusammenleben mit diversen Hundetypen. Und so lange ich vor dem Umzug nicht zur PS-Versagerin werde, wird das auch weiterhin meine Aufgabe bleiben. Bleibe und Gehe, wer will. Ohne Hunde, ohne mich.

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