Wenn es um unsere Hunde geht, dann denken wir oft nicht mehr rational. Klar, wir lieben unsere Hunde und möchten in ihnen nur das Beste sehen und ihnen nur das Beste schenken. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
Ein Beispiel. Wenn ich mich darüber wundere bzw. beschwere, dass mein Hund – ob an Leine oder nicht, ist jetzt mal nebensächlich – immer wieder von anderen Hunden „attackiert“ wird, dann werden oft die anderen Hunden als böse erachtet, weil es doch gar nicht sein kann, dass vielleicht der eigene Schatz der große Macker vom Dienst ist und bereits mit seinem Ausdrucksverhalten einen Konflikt mitunter mit heraufbeschwört hat.
Oder Pitbulls. Super Hunde, die – wenn nichts schief gegangen ist – tatsächlich auch sehr menschenbezogen und robust sein können. Bezieht man sich aber mal darauf, dass es schlicht weg von der ursprünglichen Funktion her ein Kampfhund ist, weil er eben früher dafür gezüchtet und eingesetzt wurde, und es eben auch einige Vertreter gibt, die zwar Menschen mögen aber – Surprise – andere Hunde blöd finden, dann drehen erneut Emotionen frei, wie man denn so etwas behaupten könne. Denn es liegt ja immer (!) am anderen Ende der Leine. Nunja, eben nicht zu 100 %. Ich selber bin auch nicht schuld daran, dass mein Hund gerne hetzen gehen würde.
Hundeliebe bedeutet, Hunde so zu nehmen wie sie sind
Das meine ich mit Emotionen und Verklärtheit. Wir sollen alle unsere Hunde lieben. Aber bitte doch so, wie sie sind und nicht, wie wir sie gerne hätten. Eben das ist Hundeliebe. Alles andere wird ihnen nicht gerecht und ist zudem auch unfair.
Auch ich nehme mich übrigens davon nicht komplett raus. Ich bin auch manchmal blind, wenn es um Rupas Erziehung und Verhalten angeht und handle dann nicht immer so konsequent. Ich bin froh, dass mich dann Menschen – okay, nicht jeder darf das, aber ein paar – darauf aufmerksam machen und mir so wieder einen objektiveren Blick verschaffen.

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