Rückschläge im Training

„Warum klappt das bei den anderen immer so gut und bei uns nicht?“ Ich glaube, Zweifel und Rückschläge im Training und in der Erziehung kommen bei jedem Mensch-Hund-Team mal vor. 

Dabei wird auf andere Teams geschaut und gedacht: Die machen das viel besser. Warum ist mein Hund so reaktiv? Warum kommt mein Hund nicht auf die Sekunde zurückgeschossen, wenn ich ihn rufe? Wie lange dauert es, bis er endlich den Besuch nicht mehr anspringt?

Ich würde behaupten, dass Rupa und ich ein tolles Team sind und unseren Alltag super gemeinsam meistern. Aber trotzdem schaue ich immer wieder auf Tage zurück, in denen einfach nichts so wirklich funktionieren will: Leinenzug hier, zum Vögel jagen abhauen dort, Schwupps: wieder was „Essbares“ ins Maul gesteckt, obwohl verboten.

Hunde sind keine Maschinen

Ich brauche dann immer etwas um zu begreifen: ein Hund „funktioniert“ nicht. Er ist ein Lebewesen und hat dementsprechend ebenso schlechte Tage, viel im Kopf (zum Beispiel ist jetzt kurz vor Frühling und die Wildtiere sind besonders wuselig) oder schlichtweg mal keine Lust immer aufs Wort zu hören. Ebenso hab ich schlechte Tage, an denen ich nicht gesammelt genug bin, um wirklich souverän als Leitmensch agieren zu können. Wie kann ich das dann von meinem Hund erwarten? Nun gut, vielleicht spielt zu auch zu 1% die Rasse eine Rolle, die eben selbständig Entscheidungen trifft, meine hinterfragt, für die Jagd perfektioniert ist und dementsprechend nie ein kleiner Soldat sein wird. 

Also, für alle, denen es manchmal ähnlich geht: Kopf hoch, schlechten Tag abhaken, Hund kuscheln, neuen Tag begrüßen. Ihr macht das super, auch wenn nicht immer alles glatt läuft. 


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