Extreme sind niemals gut

Ich bin nun ein paar Jahre in der Hunde-Bubble unterwegs und das, was ich immer wieder mitbekomme, sind Kämpfe in Bezug auf die besten Trainingsmethoden. 

Hier werden Personen angegriffen, zur Schau gestellt, die eigene Methode über alle anderen gestellt und dabei immer wieder darauf beharrt, warum die eigene Methode so viel besser ist als alle anderen. 

Ich frage mich hier dabei: Wieso? Dürfen nicht mehrere Methoden nebeneinander bestehen? Ist nicht jeder Hund individuell? Wir sind uns doch hoffentlich darüber einig, dass stumpfe Gewalt in Form von Schlägen, Elektrischen Halsbändern sowie Rudelführer-Geschwafel und Alphawürfen etc. selbstverständlich alles andere als richtig sind. Und somit zu Recht kritisiert werden sollten. Warum aber wird dann alles andere, was eben nicht das andere Extrem darstellt, nämlich ausschließlich positiv verstärkende Methoden, dann immer wieder so vehement abgelehnt und mit einer Stufe zur stumpfen dummen Gewalt gestellt? Es ist zu wenig Platz, um genau zu erörtern, dass Korrektur nicht gleich Korrektur und positive Strafe oder negative Verstärkung nicht gleich Gewalt am Hund und ein gebrochenes Vertrauen bedeuten. 

Mach das, womit du dich wohlfühlst

Was mir bei all dem einfach nur wichtig ist, ist: Fühl dich gut mit der Art und Weise, wie du erziehst und trainierst, so lange, wie es dir und deinem Hund weiterhilft und ihr beide euch gut fühlt. Die eine Methode gibt nicht. 

Denn im schlimmsten Fall, wenn Trainingsmethoden eben nicht passen, greifen oder falsch angewandt werden, haben wir Hunde, die so drüber und überfordert sind, dass sie im schlimmsten Fall am Ende als (scheinbar) unvermittelbar im Tierschutz landen oder schlimmer.  Und das darf einfach nicht sein – ebenso wenig wie der Methodenfight, der so viele Leute, die eben keine Trainer:innen sind, am Ende nur verunsichert.


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