Zur Erhöhung der GOT.
Seit dem 22. November 2022 gilt die aktualisierte Gebührenverordnung für Tierärzt:innen. Für uns Tierbesitzer:innen bedeutet das grob gesagt, dass die TA-Kosten steigen und wir trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse tiefer in die Tasche greifen müssen.
Hier gibt es derzeit viele Diskussionen und Sorgen. Ich bade nicht in Geld, verstehe aber folgende Sachverhalte:
- die GOT wurde seit 1999 nicht mehr großartig angepasst und verpasste so technische Weiterentwicklungen sowie steigende Preise aufgrund von Inflation.
- die GOT wird nicht von Tierärzt:innen gemacht, sondern von der Politik und unterliegt auch mit der neuen Fassung einigen Schwierigkeiten.
- während viele Behandlungen teurer werden, werden einige Behandlungen wiederum günstiger. Allerdings ist von einem#r durchschnittlichen Erhöhung von 20 Prozent auszugehen. Nicht aber, wie viele schreien, wird „alles dreimal so teuer“
- auch Tierärzt:innen können nicht von Tierliebe leben und benötigen ein Gehalt, mit dem sie auch in hiesigen Zeiten realistisch kalkulieren können (tatsächlich würde die neue GOT übrigens auch das nicht mehr abdecken)
- nicht die Tierärzt:innen, sondern WIR ALS BESITZER:INNEN sind für die gesundheitliche Versorgung unserer Liebsten verantwortlich. Es ist eben nicht so, dass jede:r ein Tier halten sollte/kann aus reinen emotionalen Gründen.
Luxusgut Haustier
Man muss es sich leisten können (so böse es klingt) und wenn das nicht geht, dann gibt es tolle Patenschaften oder andere gemeinschaftliche Haltungsformen, wo man seinem Wunsch nach einem Haustier super nachgehen kann. Oder man investiert eben so gut es geht in eine Kranken- und OP-Versicherung. Ich schwimme auch nicht in Geld und kann das nur empfehlen. So hat man immerhin so gut es eben geht eine Rücklage, wenn eine teure OP oder Diagnose ansteht. Alles kann dies im Zweifelsfall nicht abdecken, aber eine Hilfe ist es dennoch. Die Diskussion über das Thema „Luxusgut Haustier“ ist wichtig sowie hitzig.
Ich würde es jedem wünschen, ein Tier halten zu können. Aber Liebe ist nicht einseitig. Wir sind es den Tieren schuldig, auch in Krankheit beizustehen. Nur kann das eben etwas kosten.

Hinterlasse einen Kommentar